Der Gutedel gilt als die älteste unserer Kulturreben. Der Anbau in Oberägypten am mittleren Nil, in der Groß-Oase El Fayum, 80 km südwestlich von Kairo, vor etwa 5.000 Jahren, gilt als sicher verbürgt. Größere Verbreitung fand die Sorte 1780 durch Markgraf Karl Friedrich von Baden, der aus Vevey am Genfer See Pflanzgut ins Markgräflerland einführen ließ. Hier ist er mit 35 % (Stand 2004) der Anbaufläche die bedeutendste Weißweinsorte.

Synonyme: Deutschland Gutedel
  Frankreich Chasselas
  Schweiz
 
  Ostschweiz Gutedel
  Westschweiz Chasselas
  Wallis Fendant
  Waadtland Dorin


  
   
   
   
   
   
 

 

Die großen fünflappigen Blätter sind tief gebuchtet und am Rand stumpf gezahnt. Die Trauben sind groß, oft geschultert, locker  bis dichtbeerig von grüngelber Farbe.
Die Weine sind leicht, süffig, mild in der Säure und sehr be-kömmlich und mit einem Rest an natürlicher Kohlensäure schmecken sie jung getrunken besonders frisch und belebend.
Als Begleiter unbeschwerter Geselligkeit, zum Vesper (Z´nüni und Z´vieri) und für das tägliche Viertele ist er weit verbreitet und sehr beliebt. Als Spielart des Weißen Gutedel gibt es den, ebenfalls weiß gekelterten, Roten Gutedel. Der Unterschied ist die Rotfärbung der Beerenhaut und der etwas spätere Austrieb. Außerdem wird der Rote wie auch der Weiße Gutedel mit seinen angenehm süßen und saftigen Beeren als Tafeltraube sehr geschätzt.

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Weinbau Karlheinz & Maria Ruser